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Eine Tram-Rarität von internationaler Bedeutung
Neuigkeiten vom Lufttram
März 2010

Die Arbeiten am Lufttram werden nun intensiviert. Die Inbetriebnahme ist auf Frühling 2011 geplant.

Wagenkasten
Der Wagenkasten wird nun verblecht und hat u.a. bereits verschiedene Geländer erhalten. Im Innenraum wurde eine Musterbank hergestellt, welche auf dem Original basiert, aber an die heutige Ergonomie der Fahrgäste angepasst wurde. Ein Team von Sattlern wird im Frühling die Polsterung vornehmen.


Offene Plattform mit neuem Geländer



Innenraum mit Bänken

Untergestell
Weitere Teile des Untergestells konnten durch ehrenamtliche Mitarbeiter der BTG sandgestrahlt werden. Demnächst werden Arbeiten für die Erstellung der Achsen in Angriff genommen. In einem ersten Schritt müssen die Werkstattzeichnungen erstellt werden.

Dampfmaschine
Bevor die Dampfmaschine hergestellt werden kann, muss das Engineering vorangetrieben werden.

Stationäre Infrastruktur
Damit das Lufttram fahren kann, muss ein Kompressor zur Herstellung der notwendigen Druckluft zur Verfügung stehen. Je nach Betriebskonzept kann die Anlage stationär betrieben werden oder muss mobil sein. Entsprechende Konzepte und Abklärungen sind nun im Gange.

Vorprüfung durch Bundesamt für Verkehr (BAV)

Zusammen mit dem BAV wird eine sogenannte Vorprüfung durchgeführt. Da es sich beim Lufttram um ein Neufahrzeug handelt, müssen umfangreiche Unterlagen zur Vorprüfung eingereicht werden. Damit soll verhindert werden, dass ein fertig gestelltes Fahrzeug nicht in Betrieb genommen werden kann, also keine Zulassung vom BAV erhält. U.a. sind folgende Themen in einer Vorprüfung zu klären: Risikobetrachtung (u.a. Crash-Berechnung), Definition der Lasten, Berechnung der Bremsen und Kräfte, Beleuchtungskonzept.


Grundlage für die Berechnung der Kräfte




01.07.2008
Wagenkasten am Bahnhofplatz-Eröffnungsfest vom 31.05.08

11.10.2007
Holzwagenkasten in der LWB-Schreinerei


Die Arbeiten am Wagenkasten kommen gut voran. Die offenen Plattformen sind schon gut erkennbar.

Fotos: Anna Bandurski (LWB) 08.10.07
Frontseite mit Plattform und Türe (rechts). Hier entsteht der Arbeitsplatz des Wagenführers


Rückseite des Wagens mit offener Plattform für die Fahrgäste.

Sommer 2007
Untergestell im Depot Eigerplatz




Tritte zur hinteren Plattform des Wagens. Man beachte die Kupplung!


21.02.2007
Wagenkasten im Bau

Dank der zügigen Facharbeit der Lehrwerkstätten Bern (LWB), konnte im Februar ein weiterer Meilenstein im Bau des Berner Lufttrams erreicht werden. Mit der Erstellung der ersten Endpartie des Wagenkastens, konnte ein wesentlicher Komponent des späteren Fahrgastraums und der eigentlichen Tramcarrosserie bereits präsentiert werden. Durch die stilvoll ausgeführte Schreinerarbeit ist bereits auch sehr gut die unverkennbare Silhouette und die historische Form des Lufttrams ersichtbar, mit der fürs 19. Jahrhundert charakteristischen, runden Dachwölbung.


Bild: BTG Betriebsleiter Marc Robinson (Links) präsentiert zusammen mit Hans-Ulrich Knoll, Schreinereifachlehrer der LWB (Mitte) und Herbert Greve, Carrosserie-Wagner (Rechts), den ersten Teil des Wagenkastens

30.03.2006:
Am Lufttram wird nun gebaut

Seit Anfang 2006 ist das historische Berner Lufttram auch von der eigentlichen Substanz her im Wiederaufbau, der detailgetreue Nachbau anhand der Originalpläne hat begonnen! In der technischen Kooperation zwischen Berner Tramway-Gesellschaft (BTG) und den Lehrwerkstätten Bern (LWB) wurden im Winter 2006 sämtliche Stahlteile des Chasisrahmens sowie einige Teile der hinteren Aussenplattform von den Schlosserlehrlingen der LWB präzise gefertigt und an die BTG ausgeliefert. In den BERNMOBIL-Werkstätten am Eigerplatz erfolgte dann der erste Zusammenbau. Sichtbar ist dadurch bereits eine grobe Formlinie der hinteren Aussenplattform sowie durch das vollständig vorhandene Chasis auch schon die gesamte Länge des eigentlichen Trams.


Zusammenbau des Chasis des weltweit einzigen Lufttrams im Depot Eigerplatz (vorne Frontpartie, hinten Einstiegsplattformen). Foto: Andrew Thompson


Eine Detailaufnahme der hinteren Aussenplattform und den eleganten Stützteilen für die späteren Aufstiegstreppen. (Foto: Andrew Thompson)

18.10.2005:
Zwei traditionsreiche Unternehmen lassen Luft ab!

Pünktlich zum 120. Geburtstag der Gründung der ersten Berner Tramlinie, im Jahre 2008, soll es ein "Comeback" geben: Das technisch einmalige, baulich wunderschöne Berner Lufttram soll wieder fahren, gefördert und authentisch nachgebaut von der Berner Tramway-Gesellschaft.

Im Jahre 2008 können gleich zwei traditionsreiche Berner Unternehmen auf eine 120jährige Geschichte zurückblicken: Die Lehrwerkstätten Bern und die Berner Tramway-Gesellschaft. Sie werden zum Jubiläum das weltweit einzigartige Lufttram in schöner Handwerkskunst nachbauen. Damit wird Bern neben dem Dampfbetrieb und der elektrischen Traktion auch den Antrieb aus Druckluft nach deren Betriebseinstellung im Jahre 1901 wieder einführen. Mit einem Beitrag wird das Projekt auch vom Restaurant Altes Tramdepot unterstützt, wo die Lufttrams früher zu ihrer Fahrt starteten.

Das Projekt

Im Frühling 2005 hat der Verwaltungsrat der Berner Tramway-Gesellschaft beschlossen, mit dem Bau eines Replika-Lufttrams zu beginnen. Anhand von Originalplänen aus dem Bundesarchiv mussten zuerst die neuen Pläne für den zukünftigen Nachbau gezeichnet werden. Zudem waren Abklärungen für den Bau der Dampfmaschine und der Speicherung der komprimierten Luft im Wagenboden notwendig.

Die Zusage der Lehrwerkstätten Bern, den Bau mit ihren Lehrlingen zu unterstützen hat dem Projekt zum Durchbruch verholfen. Im Jahre 2006 werden von den Schreinerlehrlingen der Holzkasten mit den Längsbänken und die Plattformen aufgebaut. Spengler- und Metallbaulehrlinge werden danach die Verkleidung und die Geländer anfertigen. Bis 2007 erstellen Lehrlinge der Konstruktion den Plansatz, damit anschliessend die Maschinenbauer die Teile für den Bau der Dampfmaschine herstellen können. Im Jahre 2008/2009 werden die Komponenten zum Lufttram zusammengesetzt: damit soll das "neue alte" Druckluftautomobil rechtzeitig zum Jubiläum in Betrieb stehen.

Begleitet und unterstützt wird der Bau von einem erfahrenen Carrosserie-Wagenbauer, der bereits mit der Rekonstruktion des historischen Saurer-Autobusses 5 von BERNMOBIL ein neues Berner Schmuckstück geschaffen hat.

Mit seiner einmaligen Geräuschkulisse und der klassisch, eleganten Ausstrahlung der Belle Epoque wird das Lufttram ein völlig neues Tramerlebnis bieten.

Funktionsweise:

Die Druckluftbehälter des Replika-Lufttrams werden mit komprimierter Luft (40 Atm) vor der Fahrt von einem mobilen elektrischen Kompressor aus gefüllt. Während der Fahrt wird die Luft durch 165grädiges Wasser geleitet, welches sich in einen kleinen Dampfkessel befindet. Dadurch erhöhen sich das Volumen der Luft und die Energie. Die komprimierte Luft wird dann den Zylindern zugeführt, wie bei einer Dampfmaschine.

F

Das Berner Dampftram wird unterstützt von:

EATURED